Einstellungen und Anschluss
Datenquellen
CAMT.053, BWA-PDFs, Belegarchiv, Microsoft 365 und die Buchhaltung — was Yupana liest, wie alt es ist und was es ausdrücklich nicht anbindet.
Erklärt die Ansicht /settings/datenquellen
in der Anwendung.
Wofür diese Seite da ist
Jede Zahl in Yupana stammt aus einer Quelle, und jede Quelle hat ein Alter. Diese Seite beantwortet beides an einer Stelle — woher kommt das, und wie alt ist es wirklich?
Sie ist außerdem der Ort, an dem eine Anbindung eingerichtet wird.
Was du siehst
Je Quelle eine Karte mit ihrem Zustand (verbunden, nicht verbunden, wartet auf Freigabe, Fehler, abgelaufen), dem, was fließt, der Richtung — und den Knöpfen, die den nächsten Schritt auslösen.
Ganz oben steht, ob die Erklärung des Mandanten vorliegt; ohne sie darf keine Kanzlei Daten herausgeben.
Woher die Zahlen kommen
CAMT.053 (Kontobewegungen)
Der ISO-20022-Standard, den jede deutsche Bank ausgibt. Yupana liest Buchungsdatum, Valuta, Betrag, Richtung, Verwendungszweck, Gegenpartei und die SEPA-Felder (Mandatsreferenz, Gläubiger-ID). Aus der Gläubiger-ID entsteht die stabilste Zuordnung, die es gibt: Sie ändert sich nicht, wenn der Anbieter seinen Buchungstext umstellt.
Zwei Wege hinein
Datei hochladen — unter Einstellungen → Kontoumsätze. Exportiert wird im Online-Banking („Umsätze exportieren“, Format CAMT oder XML). Yupana liest die Datei im Browser, zeigt Konto, Zeitraum und Buchungszahl und übernimmt sie erst auf Klick. Kein Server, keine Installation.
Bridge — ein kleiner Windows-Dienst, der einen Ordner überwacht und die Dateien verschlüsselt hochlädt. Sinnvoll im Dauerbetrieb, weil niemand mehr daran denken muss. Beschrieben unter Bridge.
Beide Wege schreiben in dieselbe Historie. Ein zweiter Import derselben Buchungen ist folgenlos: Yupana erkennt Dubletten über einen Schlüssel aus Bankreferenz, Konto, Datum, Betrag und Verwendungszweck.
BWA-Auswertungen (PDF)
Erkannt werden Kurzfristige Erfolgsrechnung, Jahresübersicht, Vorjahresvergleich, Wertenachweis, Summen-/Saldenliste und die Umsatzsteuervoranmeldung. Layouts von DATEV, Agenda, Addison und Lexware werden unterstützt; unbekannte Layouts nehmen wir auf Zuruf auf.
Beim Import prüft Yupana nach, ob die Summen der Auswertung zu ihren Positionen passen. Wo nicht, steht die Differenz mit Betrag da — als Hinweis, nicht als stiller Korrekturwert.
EcoDMS (Belegarchiv)
Yupana sucht zu jeder Buchung den passenden Beleg — über Betrag, Datum und Volltext. Gefundene Belege werden verknüpft; ein Klick öffnet das Original. Aus Verträgen liest Yupana zusätzlich Laufzeit, Kündigungsfrist und Mindestabnahme.
Microsoft 365 (Lizenzen)
Über Microsoft Graph kommen gebuchte Lizenzen, Zuweisungen und letzte Anmeldungen. Drei Fälle werden unterschieden, weil sie unterschiedlich kosten:
- Direktkauf — es gibt eine passende Abbuchung auf dem Konto.
- Partner-Vorteil — Lizenzen aus einem Microsoft-Partnerprogramm. Sie haben einen Wert, aber keine Zahlung; Yupana zählt sie nicht als Ausgabe.
- Weiterverkauf (CSP) — durchlaufende Posten für Kunden, entsprechend gekennzeichnet.
Buchhaltung (DATEV, Maesn) — in Vorbereitung
⚠️ Dieser Weg ist gebaut, aber noch nicht scharf. Der Adapter läuft gegen eine Attrappe vollständig durch; was fehlt, sind die Zugangsdaten beim Schnittstellenpartner. Bis dahin bleibt der Weg über die Datei — er funktioniert und kostet einen Upload im Monat.
Wenn er steht, holt Yupana die Summen- und Saldenliste selbst ab, statt auf eine Datei zu warten. Drei Dinge sind daran wichtiger als die Technik:
Wir speichern keine DATEV-Zugangsdaten. Die Verbindung lebt beim Schnittstellenpartner; in unserer Datenbank steht nur ihre Kennung. Damit liegt kein Kanzlei-Zugang bei uns — im Gespräch mit einem Steuerberater zählt dieser Satz mehr als jedes Zertifikat.
Der Mandant muss die Kanzlei entbinden. § 203 StGB macht ihn zum Geheimnisherrn; ohne seine Erklärung darf die Kanzlei nichts herausgeben, und ihr drohen bis zu 50.000 € Geldbuße (§§ 81, 89, 90 StBerG). Ein DATEV-Formular dafür gibt es nicht — Yupana führt die Erklärung deshalb mit Fassung, Zeitpunkt, Person und etwaigem Widerruf.
Aktualität heißt Archivierungsfrequenz. Abgerufen werden kann nur, was die Kanzlei archiviert hat. Yupana zeigt deshalb zwei Daten: wann zuletzt archiviert wurde und wann zuletzt abgerufen. Zwischen beiden liegt die Aktualität — und die einzige Stellschraube, die ein Mandant hat, ist die Bitte an die Kanzlei, häufiger zu archivieren. Ein fertiger Text dafür steht in der Verbindungs-Karte zum Kopieren.
Was Yupana nicht anbindet
Kein PSD2-Zugriff auf Online-Banking, keine Kartenherausgabe, keine automatische Zahlungsauslösung. Bewusst: Ein Werkzeug, das nur lesen kann, kann auch nur lesen.
Was du damit machst
- Mit der Datei anfangen. Ein Upload im Monat kostet zwei Minuten und ist der einzige Weg, der von niemandem sonst abhängt.
- Die Erklärung des Mandanten einholen, wenn die Buchhaltung angebunden werden soll — sie trägt den ganzen Vorgang.
- Bei einer stummen Quelle das Datum lesen, nicht den Zustand. „Verbunden“ heißt, dass die Verbindung besteht; ob etwas ankam, sagt das Datum daneben.
- Die Bitte an die Kanzlei kopieren, wenn die Zahlen zu alt sind. Der Text steht fertig in der Karte.
Fallen
⚠️ Aktualität ist nicht Abruffrequenz. Ein täglicher Abruf holt das, was die Kanzlei archiviert hat — nicht mehr. Deshalb stehen hier zwei Daten.
⚠️ Eine Quelle, die still ausfällt, ist gefährlicher als eine, die fehlt. Läuft die Bridge nicht mehr, rechnet der Cash-Radar auf dem letzten bekannten Stand weiter und sieht von außen unverändert aus.
⚠️ Wir speichern keine DATEV-Zugangsdaten. Wer danach sucht, findet nichts — das ist Absicht und im Kanzleigespräch das stärkste Argument.
⚠️ Yupana liest nur. Kein PSD2-Zugriff, keine Kartenherausgabe, keine Zahlungsauslösung. Ein Werkzeug, das nur lesen kann, kann auch nur lesen.
Verwandt
- BWA importieren — der Weg über die Datei im Einzelnen
- DATEV-Freigabe für die Kanzlei — die Seite zum Weiterleiten
- Bridge — der Windows-Dienst, der den Ordner überwacht
Zuletzt geändert: 30. August 2026
