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Changelog

Was sich geändert hat.

Auch das, was wir bewusst nicht scharfgeschaltet haben. Ein Änderungsprotokoll, in dem nur Erfolge stehen, ist keins.

Genau ein Engpass statt zehn Befunden — und eine Doku statt dreier halber

Aus der Führungssicht wird ein Berater: Yupana nennt die eine Stelle, die euer Wachstum begrenzt, mit zwei bis drei Wegen heraus. Elf Regelklassen, fünf davon dürfen sich melden. Der Branchenmaßstab wächst von zwei Branchen auf 58 Wirtschaftszweige.

Ein Bildschirm voller Kennzahlen sagt, wie es steht. Er sagt nicht, womit man anfängt. Also fängt man mit dem an, was am lautesten blinkt — und das ist selten die Stelle, die den Betrieb bremst.

Der Wachstumsbereich startet jetzt mit „Dein nächster Schritt“. Geprüft wird die Durchsatzkette von vorn: Bestand, Nachfrage, Konversion, Kapazität, Fluss, Marge. Die erste Stufe, die ihre Schwelle reißt, ist der Engpass. Alles Weitere bleibt sichtbar, aber zusammengeklappt unter „später“. Darunter stehen zwei bis drei Möglichkeiten, jede mit der Wirkung als Spanne, der Zeit bis zur Wirkung und dem, was sie kostet — fehlt eine der drei Angaben, erscheint die Möglichkeit gar nicht. Ausschöpfen steht vor investieren.

Der Gedanke ist nicht neu: Er stammt aus der Engpasstheorie nach Goldratt (The Goal, 1984). Neu ist, dass eine Software ihn auf eure eigenen Zahlen anwendet.

Die Diagnose kommt ohne Sprachmodell aus. Im ganzen Weg von den Zahlen bis zum Satz auf dem Bildschirm wird kein Modell gefragt. Jeder Satz entsteht aus einer reinen Funktion, und jede Schwelle nennt ihre Herkunft: die 85 % Auslastung aus der Kingman-Formel (1961), die Durchlaufzeit nach Little, die Reichweite von drei Monaten aus § 1 StaRUG. Ein Modell formuliert bei gleicher Datenlage zweimal verschieden — eine Diagnose, die das tut, kann man nicht prüfen.

Elf Regelklassen, fünf davon scharf. Entschieden nach einem Rückblick über 24 Monate und über beide Mandanten, mit denen wir arbeiten. Die übrigen sechs rechnen mit und schreiben ihre Befunde mit, melden sich aber nicht. Abgeschaltet ist keine: Ein Befund im Schatten steht weiter auf dem Bildschirm unter „später“ — er kommt nur in keine Meldung. Jede der elf Entscheidungen steht mit ihrer Begründung im Protokoll, auch die sieben, die nichts verändert haben. „Bleibt im Schatten“ ist eine Entscheidung und kein leeres Feld.

Unter jeder Engpass-Karte steht jetzt die Frage „Stimmt das?“ mit drei Antworten: richtig, falsch, unklar. Daraus entsteht die Trefferquote je Regel, und die entscheidet, ob eine scharfe Regel scharf bleibt. „Unklar“ ist dabei kein Ausweichfeld, sondern eine eigene Antwort — ohne sie klickt gar nichts, wer sich nicht sicher ist.

Was scharf praktisch bedeutet: Der Wochenbrief trägt montags den Abschnitt „Was euch gerade begrenzt“, und dort hinein kommt nur eine scharfe Regel. Den Rang entscheidet sie nicht — welcher Engpass oben steht, bestimmt die Kette. Sonst stünde „eure Marge läuft weg“ über „euer Geld reicht noch zweieinhalb Monate“, nur weil die eine Regel länger geprüft ist als die andere.

58 Wirtschaftszweige statt zwei. Der Branchenmaßstab kam bisher aus zwei Branchen mit elf Werten. Jetzt kommt er aus der Statistischen Fachreihe „Jahresabschlussstatistik (Verhältniszahlen – vorläufig) 2023/2024“ der Deutschen Bundesbank, Mai 2026: 58 Wirtschaftszweige in bis zu fünf Größenklassen, zusammen 5.720 Werte. Verglichen wird gegen Branche und Größenklasse — der Unterschied zwischen zwei Größenklassen ist oft größer als der zwischen zwei Branchen.

Zwei Einschränkungen der Quelle stehen in der App, weil sie dazugehören: Die Werte sind vorläufig, und die Stichprobe ist zu großen Unternehmen hin verzerrt.

Drei Fehlalarme, die erst der Durchgang mit echten Daten zeigte. Ein Konto ohne eingetragene Kreditlinie zählte in der Reichweite mit null — „Dein Geld reicht 1,5 Monate“ war eine Warnung auf eine Wissenslücke. Die Regel fragt jetzt, statt zu warnen. Ein Elektrohandwerks-Betrieb las „üblich sind 70 % wiederkehrender Umsatz“ — die Schwelle der Spitzengruppe im IT-Dienstleistungsmarkt; ohne eigenen Branchenwert gibt es jetzt keinen Befund, sondern eine Frage. Und eine Offene-Posten-Liste vom 30. Juni zeigte Ende August 100 % überfällig, weil gegen den heutigen Tag gealtert wurde statt gegen den Stichtag der Liste. Das ist keine Verschärfung, sondern eine Erfindung.

Eine Dokumentation statt dreier halber. Die Hilfe in der App, www.yupana.de/docs und ein drittes Erklärfeld beschrieben dasselbe dreimal, keines vollständig. Geblieben sind zwei Ebenen mit klarer Aufgabe: ein Schubfach „Was sehe ich hier?“ auf jeder der 44 Ansichten mit drei bis fünf Sätzen — und 40 ausführliche Einträge in den Docs, verbunden durch einen Link. Zwei Texte mit verschiedenen Lesern, bewusst nicht angeglichen: hier jemand, der mitten in der Arbeit steckt, dort jemand, der etwas nachliest.

Bilanz und Kapitalfluss unterjährig, Planung bis zur einzelnen Stelle

Die Bilanz nach § 266 HGB und die Kapitalflussrechnung nach DRS 21 gibt es jetzt für jeden Monat statt einmal im Jahr, die Planung rechnet Plan-Bilanz und Plan-Liquidität mit, und aus Produktlinien werden Segmente mit eigenem Deckungsbeitrag.

Zwei Dinge, die eine BWA nicht beantwortet, beantwortet Yupana jetzt jeden Monat: was der Betrieb besitzt und wem es gehört.

Bilanz und Kapitalflussrechnung, unterjährig. Aus derselben Summen- und Saldenliste, die die Kanzlei ohnehin liefert, entsteht eine Bilanz nach § 266 HGB und eine Kapitalflussrechnung nach DRS 21 — für jeden Monat, nicht erst zum Jahresabschluss. Die Summenprobe steht sichtbar darunter: Aktiva gegen Passiva, auf den Cent. Jede Zeile lässt sich bis aufs Sachkonto aufklappen.

Drei Entscheidungen tragen die Rechnung, und sie stehen in der Doku, weil sie das Ergebnis verändern: Personenkonten sind der Drilldown des Sammelkontos und werden nicht dazuaddiert — wer das tut, bekommt eine um gut vierzig Prozent zu große Bilanzsumme. Vortragskonten gehören auf die Passivseite. Und ein fehlender Saldo wird aus Eröffnungsbilanzwert plus kumulierten Soll- und Habenbewegungen nachgerechnet, statt ihn wegzulassen.

Fünfzehn Kennzahlen mit eigener Seite. Jede Kennzahl hat jetzt eine Detailseite: Formel, Verlauf über die geladenen Monate, Herkunft der Zahlen und der Zielkorridor mit seiner Quelle. Ein Zielkorridor ohne Quelle ist eine Meinung mit Nachkommastelle.

Die Planung rechnet die Bilanz mit. Bisher endete ein Plan beim Ergebnis. Jetzt entstehen aus derselben Ereignisliste auch eine Plan-Bilanz — mit Probe in jeder Periode — und eine Plan-Liquidität, gerechnet über die Kapitalflussrechnung statt über einen Daumenwert. Dazu Kontokorrentlinie, Umsatzsteuer-Fälligkeit und Investitionen samt sichtbarem Tilgungsplan.

Neu ist außerdem die Sechs-Jahres-Sicht — bewusst als Jahre und nicht als 72 Monate. An jedem Jahr steht, ob es gebucht, geplant oder fortgeschrieben ist. Eine Monatsspalte im Jahr fünf sähe aus wie eine Aussage und wäre eine Erfindung.

Gehalt je Stelle statt in Summe. Der Personalplan führt Stellen, keine Menschen — mit Arbeitgeberkosten, Lohnsteuertermin am 10. des Folgemonats und dem Monat, ab dem eine Einstellung sich trägt.

Aus Produktlinien werden Segmente. Die Ansicht konnte bisher den Rohertrag je Geschäftsfeld. Jetzt zieht sie zusätzlich die Kosten ab, die ihr einem Segment ausdrücklich zurechnet, und zeigt den Deckungsbeitrag.

Was sie bewusst nicht tut: umlegen. Was sich keinem Segment zurechnen lässt, steht als eigener Block „ungeschlüsselt“ darunter — nicht nach Umsatzanteil verteilt. Eine Umlage ändert sich, sobald ein anderes Segment wächst; danach werden Bereiche eingestellt, deren Kosten hinterher trotzdem weiterlaufen. Solange einem Segment nichts zugerechnet ist, steht in der Deckungsbeitrags-Spalte ein Strich und nicht der Rohertrag unter falschem Namen.

Und ein Fehler, der nur mit echten Daten auffiel. Zwei Detektoren rechneten das Spar-Potenzial mit dem falschen Vorzeichen, weil der Betrag in der Datenbank immer positiv ist und die Richtung in einem eigenen Feld steht. Ein Preisanstieg zählte dadurch als Ersparnis. Behoben — und Preisanstiege zählen jetzt grundsätzlich nicht mehr als einsparbar.

Kontoumsätze ohne Installation, Umbau mit echten Fristen, Frühwarn-Nachweis

Kontoauszüge lassen sich jetzt direkt hochladen, ein neuer Rechner zeigt, was ein Stellenabbau kostet und ab wann er wirkt, ein Dossier belegt die Krisenfrüherkennung nach § 1 StaRUG — und aus drei Paketen sind zwei geworden.

Vier Änderungen, die zusammengehören: Yupana soll ohne uns funktionieren.

Kontoumsätze ohne Installation. Bisher kamen Bankbewegungen ausschließlich über die Bridge — einen kleinen Dienst auf einem Windows-Server im eigenen Netz. Für den Dauerbetrieb bleibt das der beste Weg, weil er die Umsätze täglich von selbst holt. Zum Anfangen braucht es ihn nicht mehr: Unter Einstellungen → Kontoumsätze lässt sich der Kontoauszug als CAMT.053-Datei hochladen, wie ihn jedes Online-Banking exportiert. Yupana liest die Datei im Browser, zeigt Konto, Zeitraum und Buchungszahl zur Kontrolle und übernimmt sie erst auf Klick. Ein zweiter Import derselben Datei ist harmlos — doppelte Buchungen erkennt Yupana und lässt sie weg.

Umbau rechnen. Ein neuer Bereich unter Planung beantwortet die Frage, die in schwierigen Jahren als Erstes gestellt wird: Wenn Stellen wegfallen — wo stehen wir dann in einem Jahr? Gerechnet wird mit den gesetzlichen Kündigungsfristen (§ 622 BGB, gestaffelt bis zu sieben Monaten), mit Abfindung und Urlaubsabgeltung als Einmalkosten und mit den Lizenzen, die an einer Stelle hängen — ein Microsoft-365-Platz endet mit dem Menschen, eine Jahreslizenz erst mit ihrem Vertrag. Das Ergebnis zeigt den Verlauf Monat für Monat: wann es kostet, ab wann es spart, ab wann es sich trägt. Auf Wunsch wandern die Ereignisse direkt in ein Szenario.

Was der Rechner nicht tut: niemanden vorschlagen. Keine Rangliste nach Kosten je Kopf. Die Auswahl ist Menschenwerk, und die rechtliche Prüfung gehört zu einem Anwalt, nicht in eine Software.

Frühwarnung, die man ablegen kann. § 1 StaRUG verpflichtet die Geschäftsleitung jeder GmbH und UG seit 2021 dazu, laufend auf bestandsgefährdende Entwicklungen zu achten — größenunabhängig, mit persönlicher Haftung. Was in der Praxis fehlt, ist selten der Wille, sondern der Nachweis: gegen welche Schwellen wurde gemessen, wann, mit welchem Ergebnis. Der neue Bereich Frühwarnung stellt genau das zusammen: acht Messpunkte von der Eigenkapitalquote über den Vorlauf bis zur Unterdeckung bis zum Alter der eigenen Datengrundlage, jeder mit angewandter Schwelle und Herkunft, dazu der Nachweis, seit wann überwacht wird. Zum Ausdrucken gebaut, nicht zum Durchklicken.

Zwei Regeln gelten dort strenger als anderswo: Eine fehlende Zahl steht als „nicht bewertbar“ da und nie als grüner Haken. Und der schlechteste Messpunkt bestimmt das Gesamtbild, nicht der Durchschnitt. Ein Testat ist es nicht, eine Rechtsberatung erst recht nicht — ob ein Insolvenzgrund vorliegt, prüfen Steuerberatung und Anwalt.

Zwei Pakete statt drei. Das Paket Managed mit quartalsweisem Experten-Review ist ersatzlos gestrichen. Es war das einzige Angebot, dessen Erfüllung an Terminen hing — und damit das einzige, das nicht mitwächst. Yupana verkauft Software. Für alle, die dieses Paket hatten, ändert sich nichts am Zugang; die Rezertifizierung laufender Kosten, die technisch daran hing, gehört jetzt zu Complete, wo sie auf der Preisseite immer schon stand.

Aus Larder wird Yupana

Neuer Name, neue Marke, eigene Domain — und ein Rechenbrett als Zeichen.

Das Produkt heißt jetzt Yupana, nach dem Rechenbrett der Inka. Der Grund ist einfach: Der alte Name war englisch, erklärungsbedürftig und beliebig. Der neue ist selbst das Produktversprechen — Werte in Fächer legen, bis das Bild stimmt.

Was sich ändert:

  • Die Anwendung läuft ab sofort unter app.yupana.de. Alte Lesezeichen leiten dauerhaft weiter.
  • Neue Farbwelt: warme Neutrale mit einem Akzent (Andenrot). Warnungen sind nicht mehr orange — der Akzent gehört jetzt ausschließlich den Handlungen.
  • Diese Website und die Dokumentation sind neu.

Was sich nicht ändert: eure Daten, eure Zugänge, eure Regeln. Der Umzug lief mit Backup und Rückweg; die Buchungshistorie ist unverändert.

Cash-Radar

Rollierender Cashflow über zwölf Monate, wochengenau in den ersten 13 Wochen — mit Konfidenzband und ehrlichem Rückwärtstest.

Neu unter BWA → Cash: eine Vorschau auf die nächsten zwölf Monate. Die ersten 13 Wochen wochengenau, danach monatlich.

Gespeist wird sie aus erkannten Zahlungsrhythmen, offenen Posten mit Fälligkeit, Lohn- und Steuerterminen sowie den Ereignissen aus der Planung. Jede Position trägt ihre Konfidenz; das Band um die Linie zeigt, wie sicher die Vorschau ist.

Rückwärtstest. Wir haben den Forecast gegen zwölf Monate echte Zahlungsbewegungen gerechnet und gegen eine triviale Messlatte gestellt („jeden Monat der historische Durchschnitt“). Ergebnis: 29.925 € mittlerer Fehler gegen 32.152 € der Messlatte — sieben Prozent besser. Der Netto-Fehler je Monat ist im Lauf von 56.037 € auf 16.269 € gefallen.

Die Minus-Frühwarnung bleibt vorerst abgeschaltet. Sieben Prozent Vorsprung und ein fehlender tagesaktueller Kontostand reichen nicht für eine Warnung, auf die man sich verlassen soll. Sie schaltet sich selbst frei, sobald beides stimmt.

Jede Ausgabe hat ihr Fach.

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